Hoherodskopf-Prüfung

Foto: Markus Stifter

Verbandsschweiß- und Verbandsfährtenschuhprüfung am 28.09.2019 auf dem Hoherodskopf/Vogelsberg

 

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61. Verbandsschweißprüfung (VSwP) und 15. Verbandsfährtenschuhprüfung (VFSP) des LJV Hessen
am 6. Oktober 2018 auf dem Hoherodskopf/Vogelsberg

Rund um den Hoherodskopf fand die 61. Verbandsschweißprüfung und die 15. Verbandsfährtenschuhprüfung des LJV Hessen statt. Die Prüfung auf dem Hoherodskopf wird traditionell vom LJV Hessen ausgerichtet und gehört zu den klassischen, auch über Deutschland hinaus, bekannten Prüfungen. So war auch in diesem Jahr ein Prüfungsgespann aus der Schweiz vertreten. Sehr erfreulich war, nachdem sich im vergangenen Jahr nur ein Gespann auf der Verbandsschweißprüfung gemeldet hatte, die Beteiligung in diesem Jahr. So waren 10 Gespanne auf der 20-Stunden-Fährte angemeldet und 2 Gespanne auf der 40-Stunden-Fährte. Wer da bereits im letzten Jahr vermutete, dass die Verbandsschweißprüfung an Aktualität verliere, wurde in diesem Jahr eines besseren belehrt.

Im Bereich der Verbandsfährtenschuhprüfung hatten sich insgesamt 5 Gespanne gemeldet, wobei jedoch ein Gespann kurzfristig zurückziehen musste. So traten dann ein Gespann auf der 20-Stunden-Fährte und 3 Gespanne auf der 40-Stunden-Fährte an.

Prüfungsleiter bei der Verbandsschweißprüfung war Helmut Odenwald.

Bester Hund auf der 20-Stunden-Fährte wurde die Deutsch-Drahthaar-Hündin „Conny III vom Hardtberg“, geführt von Heinz Kolb. Dafür erhielt der Führer den von Dieter Pamler gestifteten Wanderpreis in Form einer Keiler-Plastik.

Suchensieger wurde im Bereich der Verbandsschweißprüfung auf der 40-Stunden-Fährte die Rauhaarteckel-Hündin „Aspe von der Silbersuhle“, geführt von Jan Dollwetzel. Dafür erhielt der Führer als Zeichen des Erfolges den von Johanna Hohe gestifteten Wanderpreis in Form einer Saufeder.

Die VFSP „Georg-Henning-Gedächtnis-Prüfung“ stand auch in diesem Jahr wieder unter der bewährten Leitung von Klaus Hildebrand. Bester Hund im Bereich dieser Prüfung wurde die Kurzhaarteckel-Hündin „Frieda von der roten Zora“, mit ihrem Führer Matthias Plefka. Als äußeres Zeichen für diese Leistung erhielt das Gespann den von Wilhelm Studer gestifteten Hirschfänger als Wanderpreis.

Übereinstimmend führten die Prüfungsleiter Helmut Odenwald und Klaus Hildebrand aus, dass das gute Ergebnis, trotz vieler Verleitfährten von Rot-, Schwarz- und Rehwild, auf die günstige Witterungslage aber auch auf die gut vorbereiteten Jagdgebrauchshunde zurückzuführen sei.

Bei der Verbandsschweißprüfung kamen insgesamt 8 der 12 gemeldeten Gespanne zum Stück.

Bei der Verbandsfährtenschuhprüfung erreichten alle 4 angetretenen Gespanne das Stück.

Nach der Richterbesprechung fand im Kurpark von Hochwaldhausen die Preisverteilung dieser traditionsreichen Prüfung statt. Bei der Preisverteilung vor brennenden Holzstößen überbrachte LJV-Geschäftsführer Alexander Michel die Grüße und Glückwünsche von LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger und von dem für das Jagdgebrauchshundwesen zuständigen Vizepräsidenten Dr. Rudolf Leinweber an alle Hundeführer.

Im Rahmen der Preisverleihung dankte Michel den zahlreichen Helfern und hier stellvertretend Otto Nies, welcher maßgeblich zum guten Verlauf der Verbandsprüfungen beigetragen hat. Darüber hinaus dankte er auch dem zuständigen Forstamt Schotten, vertreten durch Forstdirektor Dr. Ott, und seinen Beamten für die Bereitstellung der Prüfungsreviere und die Mithilfe bei der Organisation und Durchführung der Prüfung. Weiterhin galt sein Dank den Richtern und Hundeführern, insbesondere den beiden Prüfungsleitern Helmut Odenwald und Klaus Hildebrand und allen Helfern der beiden Verbandsprüfungen sowie dem Bläsercorps der Jägervereinigung Lauterbach unter Führung von Thorsten Hugo.

Bevor dann die Prüfungsleiter die Ergebnisse im Rahmen der Siegerehrung bekannt gaben, ehrte Geschäftsführer Michel Klaus Port für seine 50-jährige Unterstützung der Verbandsschweißprüfung und überreichte im Namen des LJV Hessen ein Präsent.

Neben den Wanderpreisen erhielten die Hundeführer auch wertvolle Sachpreise. In diesem Zusammenhang dankte der LJV Hessen den die Prüfung unterstützenden Firmen Leica aus Wetzlar, Jana Jagd und Natur aus Melsungen, HessenForst und der DJV-Service GmbH aus Bonn.

Bereits am Vorabend der Prüfung trafen sich Verbandsrichter, Hundeführer und jagdkynologisch Interessierte zu ihrer traditionellen Tagung im Suchenlokal.

Astrid Schneider-Heil, ebenfalls im LJV-Vorstand für das Jagdgebrauchshundwesen zuständig, eröffnete die Tagung und begrüßte insbesondere die Ehrengäste befreundeter Verbände und aus der Politik. Sie überbrachte dabei die besten Grüße von LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger. Der Vertreter der Stadt Schotten, Willi Zinnel, dankte dem LJV für diese immer wieder interessante Veranstaltung, an der er auch jedes Jahr immer wieder sehr gerne teilnehme. Ebenso dankte auch Sebastian Stang, Bürgermeister der Gemeinde Grebenhain, dem LJV Hessen für seine Aktivitäten rund um den Hoherodskopf. So sei diese Prüfung nicht umsonst auch im Kurpark auf einer Tafel erwähnt. Weiterhin begrüßte Schneider-Heil auch den Referenten des Fachvortrages, Uwe Tabel, der mit seiner Richterschulung im Mittelpunkt der Abendveranstaltung stand. Uwe Tabel, ebenfalls weit über die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland bekannter Jagdkynologe, zeigte in der Richterschulung deutlich auf, dass nicht nur das Kennen der Formalia von Bedeutung sei, sondern auch immer der jagdpraktische Bezug für die Beurteilung der Leistung eines Jagdgebrauchshundes maßgeblich sei. Nach Abschluss der Richterschulung zu dem Thema „VZPO/VGPO“ dankte der Vorsitzende der Jagdkynologischen Arbeitsgemeinschaft Odenwald für den interessanten Vortrag und wies darauf hin, dass Uwe Tabel auch am Folgetag sein theoretisches Wissen als Prüfungsobmann zur praktischen Anwendung bringen würde. Weiterer Bestandteil der Aktivitäten im Rahmen der Hoherodskopfprüfung sind auch die am Tag der Prüfung selbst abgehaltenen Schulungen, welche gleichsam interessantes für den praktizierenden Jäger und auch den Jungjägeraspiranten bieten. Referent war in diesem Jahr wieder der anerkannte Schweißhundführer Gerhard Niessner. Er referierte zum Thema: „Nachsuche auf Schalenwild, Beurteilung von Anschüssen, Organisation von Nachsuchen“. Der auch in der LandesJAGDschule des LJV Hessen tätige Niessner konnte dabei in seinem Vortrag auf eine über 30-jährige Praxis zurückgreifen. Dabei ließ er keine Fragen offen. Im Rahmen der Demonstrationsfährte zeigte Niessner die verschiedenartigsten Anschüsse und konnte soweit den Zuhörern die schwierige Arbeit der Praxis aufzeigen und näher bringen. Aufgrund seiner reichhaltigen Praxis sind die Vorträge von Niessner auch immer wieder mit neuen Erkenntnissen versehen.

Auch hier dankte Geschäftsführer Michel dem Referenten für seinen interessanten Vortrag.

Bericht: Hahner/A. Michel