Großer Andrang zum Start der „Jagen – Fischen – Offroad“ in Alsfeld

Mit großem Besucherinteresse ist am Freitagmorgen, 6. März 2026, die 23. Fachmesse „Jagen Fischen Offroad“ in der Hessenhalle Alsfeld eröffnet worden. Bereits vor Öffnung der Tore warteten die ersten Gäste vor dem Messeeingang – ein deutliches Zeichen dafür, welchen Stellenwert die traditionsreiche Veranstaltung bei Jägern, Anglern und Outdoorfreunden mittlerweile einnimmt.

Vom 6. bis 8. März 2026 präsentieren zahlreiche Aussteller in der Hessenhalle ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen rund um Jagd, Fischerei und Offroad-Technik. Moderne Jagdoptik, Wärmebild- und Nachtsichttechnik, Waffen, Jagdbekleidung, Messer, Drohnen, Offroad-Fahrzeuge sowie zahlreiche weitere Ausrüstungsgegenstände können vor Ort begutachtet werden.

Die Messe hat sich über die vergangenen zwei Jahrzehnte zu einem festen Termin im Kalender vieler Naturfreunde entwickelt. Darauf verwies auch Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen, in seinem Grußwort.

Seit nunmehr mehr als zwanzig Jahren wartet die Messe ‚Jagen Fischen Offroad‘ mit guten Messeständen und attraktiven Programmpunkten auf. Sie kann sich im Reigen der Jagdmessen Deutschlands sehen lassen.“

sagte Ellenberger bei der Eröffnung.

Der Landesjagdverband Hessen begleitet die Messe seit Beginn als ideeller Träger und ist auch in diesem Jahr mit einem Informationsstand vertreten. Dort informieren Fachleute unter anderem über das Jagdgebrauchshundewesen sowie über aktuelle Themen rund um Jagd, Artenschutz und Ausbildung. Für den musikalischen Rahmen sorgen mehrere Jagdhornbläsergruppen aus der Region. Zudem geben Mitglieder des Ordens Deutscher Falkoniere Einblicke in die Falknerei und präsentieren Greifvögel.

In seiner Ansprache ging Ellenberger auch auf aktuelle jagdpolitische Entwicklungen ein.

Gestern hat der Deutsche Bundestag die Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen. Der Wolf wird als jagdbare Tierart ins Bundesjagdgesetz aufgenommen“, erklärte der LJV-Präsident. Dieses Ergebnis sei nach intensiver Arbeit des Deutschen Jagdverbandes und der Verbände des ländlichen Raumes zustande gekommen.

Auch auf Landesebene gebe es wichtige Entwicklungen für die Jägerschaft.
Die neue hessische Jagdverordnung ist vom Minister unterschrieben worden und soll am 9. März 2026 veröffentlicht werden. Wichtige Forderungen des Landesjagdverbandes wurden darin umgesetzt“, sagte Ellenberger. Dazu gehörten unter anderem erweiterte Jagdzeiten sowie die ganzjährige Bejagung invasiver Arten wie Waschbär und Nilgans unter Beachtung des Elterntierschutzes.

Darüber hinaus würdigte Ellenberger die langjährige Arbeit der Messeorganisation. Mit Blick auf den bevorstehenden Ruhestand von Birgit Decher, Geschäftsführerin der Hessenhalle, betonte er die große Bedeutung ihres Engagements für die Entwicklung der Veranstaltung und verlieh ihr als Dank die Ehrennadel des LJV. Die Messe habe sich über die Jahre hinweg zu einer Art „Heimat der Jägerschaft in Hessen“ entwickelt.

Auch aus Sicht des Landes Hessen hat die Messe eine besondere Bedeutung. Michael Ruhl, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, erklärte:

Jagen Fischen Offroad‘ ist mehr als eine Ausstellung. Die Messe ist seit 23 Jahren Treffpunkt für Jägerschaft, Angler und Naturfreunde. Hier kommen Menschen zusammen, die Verantwortung übernehmen – für Natur, Wild, Gewässer und die ländlichen Regionen.

Zudem hatte Ruhl zwei weitere positive Nachrichten im Gepäck: Die neue Hessische Jagdverordnung wird am Montag, 9. März 2026, veröffentlicht und tritt zum 1. April 2026 in Kraft. In diesem Zusammenhang betonte Ruhl, dass mit der Überarbeitung der Verordnung nun auch die Schonzeit für den Fuchs und den Waschbären entfalle. Darüber hinaus ist er auf die aktuelle Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz eingegangen und erläuterte, dass sich das Hessische Landwirtschaftsministerium sowie das Land Hessen mit Nachdruck sowohl für die Absenkung des Schutzstatus als auch für die Aufnahme des Wolfes in das Bundes- und zuvor bereits in das Landesjagdgesetz eingesetzt hatten. Abschließend dankte Ruhl der Jägerschaft für ihren großen Einsatz bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. „Eine wirksame Seuchenbekämpfung ist nur mit den Jägerinnen und Jägern möglich; ihrem ehrenamtlichen Engagement ist es zu verdanken, dass man in der Bekämpfung bereits sehr weit fortgeschritten ist“, so Ruhl in seiner Ansprache. Für den ersten Landkreis ist geplant, einen Antrag auf Rückstufung der Sperrzonen zu stellen.

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule begrüßte die Gäste in der Hessenhalle und unterstrich die Bedeutung der Messe für die Stadt und die Region. Die Veranstaltung bringe Menschen zusammen, die eine gemeinsame Leidenschaft für Natur und verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen teilten.

Neben der großen Fachausstellung sorgt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für zusätzliche Attraktionen. Greifvogelvorführungen, Jagdhornbläser, Präsentationen verschiedener Jagdhunderassen sowie zahlreiche Vorführungen bieten den Besuchern Einblicke in Tradition und Praxis von Jagd und Fischerei.

Spannung verspricht auch in diesem Jahr wieder das beliebte Gewinnspiel, bei dem an allen Messetagen hochwertige Sachpreise verlost werden.

Bereits am ersten Messetag zeigte sich: Die „Jagen Fischen Offroad“ bleibt ein Publikumsmagnet und ein wichtiger Treffpunkt für Naturfreunde aus Hessen und weit darüber hinaus.

Die Messe ist noch bis Sonntag, 8. März 2026, täglich von 9.30 bis 17.00 Uhr geöffnet.