Jagd & Schonzeiten

Jagdzeiten in Hessen gem. Bundesjagdzeiten-Verordnung und Verordnung über die Änderung der Jagdzeiten vom 10. Dezember 2015

Wirksamkeit ab 01.04.2016 –

Jagdzeiten in Hessen ab 01.04.2016

Jagdzeiten in Hessen 01 April 2016.pdf

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Jagdzeiten in Hessen

gem. Bundesjagdzeiten-Verordnung und

Verordnung über die Änderung der Jagdzeiten vom 10. Dezember 2015

– Wirksamkeit ab 01.04.2016 –

 

 

  Gültig ab 01.04.2016

§ 3 Abs. 1 HJagdV

1. ROTWILD

Kälber

Schmalspießer und Schmaltiere

 

Hirsche und Alttiere

 

1. August bis 31. Januar

1. Mai bis 31. Mai und 1. August bis 31. Januar

 

1. August bis 31. Januar

2. DAM- und SIKAWILD

Hirsche, Alttiere und Kälber

Schmalspießer und Schmaltiere

 

1. September bis 31. Januar

 

1. August bis 31. Januar

3. REHWILD

Böcke

Ricken und Kitze

Schmalrehe

 

1. Mai bis 31. Januar

1. September bis 31. Januar
1. Mai bis 31. Januar

4. MUFFELWILD 1. August bis 31. Januar
5. SCHWARZWILD

Keiler und Bachen

Überläufer und Frischlinge

 

16. Juni bis 31. Januar

ganzjährig

6. FELDHASEN 1. Oktober bis 31. Dezember
7. FÜCHSE 15. August bis 28. Februar
8. WILDKANINCHEN ganzjährig
9. WASCHBÄR 1. August bis 28. Februar
10. MARDERHUND 1. September bis 28. Februar
11. MINK 1. September bis 28. Februar
12. SUMPFBIBER 1. September bis 28. Februar
13. STEINMARDER 16. Oktober bis 31. Januar
14.BAUMMARDER ILTISSE, HERMELINE und MAUSWIESEL keine Jagdzeit
15. DACHSE 1. August bis 31. Oktober
16. REBHÜHNER

 

keine Jagdzeit bis zum 31. Dezember 2019, danach vom 16. September bis 31. Oktober, soweit sie nicht nach Abs. 3 Satz 2 zu verschonen sind
17. FASANEN

Hähne

Hennen

 

1. Oktober bis 15. Januar

Keine Jagdzeit

18. WILDTRUTHÄHNE und HENNEN

 

keine Jagdzeit
19. RINGELTAUBEN

adulte

juvenile

 

1. November bis 15. Januar

1. November bis 20. Februar

20. TÜRKENTAUBEN keine Jagdzeit bis zum 31. Dezember 2019, danach vom 1. November bis 15. Januar, soweit sie nicht nach Abs. 3 Satz 2 zu verschonen sind
21. HÖCKERSCHWÄNE keine Jagdzeit
22. GÄNSE

Kanadagänse

Graugänse

 

Bläß-, Saat-, Ringelgänse

 

1. August bis 31. Oktober

1. August bis 31. Oktober, soweit sie nicht nach

Abs. 4 zu verschonen sind

keine Jagdzeit

23. ENTEN

Stockenten

Nilgänse

Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-,
Reiher-, Tafel-, Samt- und
Trauerenten

 

1. September bis 15. Januar

1. September bis 15. Januar

 

 

keine Jagdzeit

24. WALDSCHNEPFEN keine Jagdzeit
26. BLÄSSHÜHNER keine Jagdzeit bis zum 31. Dezember 2019, danach vom 1. September bis 15. Januar, soweit sie nicht nach Abs. 3 Satz 2 zu verschonen sind
28. MÖWEN
Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen
 

keine Jagdzeit bis zum 31. Dezember 2019, danach vom 1. Oktober bis 15. Januar, soweit sie nicht nach Abs. 3 Satz 2 zu verschonen sind

29. RABENKRÄHEN und ELSTERN 1. August bis 31. Dezember

 

 

Die festgesetzten Jagdzeiten umfassen nur solche Zeiträume einschließlich Tageszeiten, in denen nach den örtlich gegebenen äußeren Umständen für einen Jäger die Gefahr der Verwechslung von Tierarten nicht besteht.

Die zur Aufzucht notwendigen Elterntiere dürfen in den biologisch jeweils verschiedenen Setz- und Brutzeiten bis zum Selbstständigwerden der Jungtiere nicht bejagt werden.

Folgende, vorstehend nicht aufgeführte Wildarten sind ganzjährig mit der Jagd zu verschonen:

Wisent, Elchwild, Steinwild, Gamswild, Schneehase, Murmeltier, Wildkatze, Luchs, Fischotter, Seehund, Wachtel, Auer-, Birk- und Rackelwild, Haselwild, Alpenschneehuhn, Säger, Haubentaucher, Großtrappe, Graureiher, Greife, Falken, Kolkrabe.

Alle übrigen wildlebenden Tierarten unterliegen dem Naturschutzrecht.

 

 

Abs. 2

Zur Herstellung einer einheitlichen Jagdzeit in einem länderübergreifenden Rot- oder Damwildgebiet kann die oberste Jagdbehörde vom  Bundesrecht oder vom hessischen Landesrecht abweichende Jagdzeiten festsetzen.

 

Abs. 3

Für nicht abschussplanpflichtiges Niederwild, insbesondere Feldhase und Stockente, soll die Bejagung nur so erfolgen, dass sich die Strecke bei ausreichenden Besatzdichten im Rahmen des jährlichen Zuwachses bewegt und die Aufgaben und Ziele nach § 1 des Hessischen Jagdgesetzes berücksichtigt werden. Abweichend von Abs. 1 Nr. 2 sind ab dem 1. Januar 2020 Rebhuhn, Türkentauben, Blässhühner und Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen von der Jagd zu verschonen, wenn kein ausreichender Besatz vorhanden ist.

 

Abweichend von Abs. 1 Nr. 2 sind Graugänse in den nachfolgend genannten Vogelschutzgebieten nach Anlage 3b der Verordnung über die Natura 2000-Gebiete in Hessen vom 16. Januar 2008 (GVBl. I. S. 30), geändert durch Gesetz vom 20. Dezember 2010 (GVBl. I S. 629, I 2011 S. 43) auf Stillgewässern und innerhalb einer Ruhezone von 70 Metern um den Stillgewässerrand von der Jagd zu verschonen:

 

 

 

Schutzgebiets-Nr.: Name
4722-401 Fuldaaue um Kassel
5026-402 Rhäden von Obersuhl und Auen an der mittleren Werra
5219-401 Amöneburger Becken
5417-401 Lahnaue zwischen Atzbach und Gießen
5519-401 Wetterau
5914-450 Inselrhein
5920-401 Bong’sche Kiesgrube und Mainflinger Mainufer
6116-450 Hessisches Ried mit Kühkopf-Knoblochsaue
6119-401 Untere Gersprenzaue
6216-450 Rheinauen bei Biblis und Groß-Rohrheim
6217-403 Hessische Altneckarschlingen
6316-401 Lampertheimer Altrhein