Kompetenz im Revier – Ethik im Handeln: 400 Delegierte und Gäste aus ganz Deutschland kommen zum Bundesjägertag nach Thüringen. Der DJV erwartet auch Spitzenpolitiker wie Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Zu neuen jagdlichen Rekorden stellt der Verband aktuelle Zahlen und Umfrageergebnisse vor.
(Berlin, 25. Juni 2026) Rund 400 Delegierte und Gäste kommen am 3. und 4. Juli 2026 auf Einladung des Deutschen Jagdverbands (DJV) und des Landesjagdverbands Thüringen nach Suhl zum Bundesjägertag. Unter dem Motto „Kompetenz im Revier – Ethik im Handeln“ diskutieren Jägerinnen und Jäger über ethische Standards bei der Jagd und verabschieden dazu am Freitag ein Grundsatzpapier. Weitere zentrale Themen sind der künftige Umgang mit dem Wolf und die Überarbeitung des Waffenrechts.
Entscheider aus der Politik sind zu Gast
Wichtige Entscheider aus der Politik haben sich für Samstagvormittag als Gäste angekündigt. Neben dem thüringischen Ministerpräsident Mario Voigt werden sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Christoph de Vries, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, den Fragen der Delegieren auf dem Bundesjägertag stellen.
Rekorde im Ehrenamt: Neue Zahlen werden veröffentlicht
Hochwasser- und Artenschutz oder Kitzrettung: Zum Bundesjägertag rückt der DJV die ehrenamtlichen Leistungen ins Rampenlicht. Jägerinnen und Jäger haben zahlreiche Rekorde aufgestellt, etwa bei der Bejagung der invasiven Arten Waschbär und Nutria oder beim Jägernachwuchs. Konkrete Zahlen und Umfrageergebnisse veröffentlicht der DJV anlässlich der Veranstaltung.
Drei Viertel der Deutschen halten Jagd für notwendig
Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage sind über drei Viertel (77 Prozent) der Befragten überzeugt, dass Jagd in heutiger Zeit notwendig ist. Jagd ist ethisch vertretbar: Eine Mehrheit der Deutschen stimmt zu, wenn Arten reguliert, Seuchen eingedämmt und andere Tiere dadurch geschützt werden. Dabei ist die Zustimmung auf dem Land zumeist größer als in der Stadt.
Staatliche Prüfung mit hohen Hürden Jäger sind staatlich geprüfte Naturschützer. Für die Ausbildung empfiehlt der DJV mindestens 100 Stunden Theorieunterricht und zahlreiche Praxisstunden. Dir Prüfung besteht aus einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Einheit. Fehler beim Umgang mit der Waffe führen automatisch zum Durchfallen. Nach Bestehen der Prüfung überprüfen die Behörden die Zuverlässigkeit der angehenden Jägerinnen und Jäger – inklusive Abfrage bei den Verfassungsschutzbehörden und polizeilichem Führungszeugnis.




