Wasserversorgung für Wildtiere im Sommer

Hege, Wasser im Wald, Regenwassernutzung und praktische Bauanleitungen für naturnahe und künstliche Wasserstellen

„Es ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.“

Dieser alte jagdliche Spruch klingt zunächst nach Brauchtum. Sein Kern ist aber erstaunlich aktuell. Er erinnert daran, dass Jagd nicht nur aus Ansprechen, Erlegen und Verwerten besteht. Wer ein Revier führt, trägt Verantwortung für Lebensräume, Ruhe, Äsung, Deckung – und in trockenen Sommern zunehmend auch für Wasser. Diese Verantwortung muss nicht belehrend vorgetragen werden. Sie zeigt sich am besten dort, wo sie praktisch wird: an einer sauber angelegten Tränke, einem naturnahen Tümpel, einer gepflegten Suhle oder an einem klug geplanten Wasserrückhalt im Wald.
Wasser ist Leben. Für Wildtiere ist es nicht nur Durstlöscher, sondern Voraussetzung für Stoffwechsel, Thermoregulation, Verdauung, Fortpflanzung und Leistungsfähigkeit. Je heißer und trockener ein Sommer wird, desto stärker entscheidet die Verfügbarkeit kleiner, sicherer Wasserstellen darüber, wie gut Wild, Niederwild und die übrige Tierwelt Trockenphasen überstehen.

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Wasserversorgung für Wildtiere im Sommer
2,63 MB / 14. Juli 2026

Text und Bild, Quelle: Rolf Langsdorf