Juni 2026

Liebe Jägerinnen und Jäger,
ein sehr gutes Beispiel gelungener Zusammenarbeit des Landesjagdverbandes Hessen, HessenForst und der Polizei zur Wildunfallprävention fand am 7. Mai 2026 im Vogelsberg statt.
Um Verkehrsteilnehmer für die Risiken des Wildwechsels zu sensibilisieren und konkrete Hinweise für richtiges Verhalten zu geben, fand am 7. Mai 2026 der Kontrolltag der Polizeidirektion Vogelsberg unter dem Motto „Wildunfälle verhindern – Tierleid vermeiden“ statt. Die Aktion fand entlang der B 254 und an weiteren bekannten Wildunfallschwerpunkten statt. Beteiligt waren neben der Polizei unter anderem der Landesjagdverband Hessen, HessenForst, Hessen Mobil, die zuständigen Straßenverkehrsbehörden sowie der Jagdverein Alsfeld und die Jägervereinigung Lauterbach. Der Landesjagdverband Hessen war durch Pressesprecher Markus Stifter auch direkt vor Ort vertreten und unterstützte die Maßnahme aktiv. Bereits in den frühen Morgenstunden führte der Regionale Verkehrsdienst der Polizei Geschwindigkeitskontrollen an Streckenabschnitten durch, auf denen es besonders häufig zu Zusammenstößen mit Wild kommt. Ab 9.00 Uhr folgten auf der B 254 in der Gemarkung Alsfeld-Altenburg, Parkplatz „Fursche Fabrik“, gezielte Verkehrskontrollen. Neben der Ahndung von Verkehrsverstößen stand vor allem die direkte Ansprache der Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt. Viele Autofahrer nutzten die Gelegenheit, sich über die Gefahren von Wildwechsel sowie über richtiges Verhalten in kritischen Situationen zu informieren.
Genau hier setzte die Unterstützung des Landesjagdverbandes Hessen und von HessenForst mit besonderem Nachdruck an. Beide Partner stellten der Polizei des Vogelsbergkreises insgesamt 2.000 Flyer sowie zehn großformatige Bauzaunbanner zur Verfügung. Die Flyer wurden am Kontrolltag gezielt bei den Gesprächen mit Verkehrsteilnehmern eingesetzt und durch einen zusätzlichen Einleger der Polizei ergänzt. Auf diese Weise konnten wichtige Hinweise zur Vermeidung von Wildunfällen sowie zum richtigen Verhalten nach einer Kollision direkt und verständlich vermittelt werden. Besonders sichtbar wird die Aktion durch die rund 3,5 mal 2 Meter großen Banner, die noch über mehrere Monate hinweg entlang der B 254 sowie an weiteren gefährdeten Bundes- und Kreisstraßen von HessenForst und der Straßenverkehrsbehörde des Vogelsbergkreises aufgestellt werden. Damit endet die Präventionsarbeit nicht mit dem eigentlichen Kontrolltag. Vielmehr bleibt die Botschaft im Straßenraum präsent und erinnert Autofahrer genau dort an die Gefahr, wo besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist. Dieses nachhaltige Element verleiht der Aktion eine Wirkung, die weit über den 7. Mai 2026 hinausreicht.
Der Landesjagdverband Hessen engagiert sich seit vielen Jahren intensiv in der Wildunfallprävention. Mit der Kampagne „Wildunfälle verhindern – Tierleid vermeiden“ macht der Verband deutlich, dass es nicht nur um Verkehrssicherheit, sondern immer auch um Tierschutz geht. Denn jeder verhinderte Wildunfall bedeutet nicht nur weniger Gefahr für den Menschen, sondern auch weniger Leid für Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere. Genau dieser doppelte Ansatz war auch im Vogelsberg klar erkennbar.
Die zentrale Botschaft der Aktion ist ebenso einfach wie wichtig: Aufmerksam fahren, den Straßenrand im Blick behalten, Geschwindigkeit anpassen und jederzeit bremsbereit sein. Wer Wildwechsel-Schilder passiert, sollte diese Warnung ernst nehmen. Denn wo ein Tier die Straße quert, folgen häufig weitere. Auch das richtige Verhalten im Ernstfall wurde am Kontrolltag thematisiert: Ruhe bewahren, kontrolliert bremsen, nicht unüberlegt ausweichen, die Unfallstelle absichern und die Polizei verständigen.
Mit dem Kontrolltag vom 7. Mai 2026 ist im Vogelsberg ein starkes Zeichen gesetzt worden. Nun kommt es darauf an, die Aufmerksamkeit für das Thema dauerhaft hochzuhalten. Denn nur wenn möglichst viele Verkehrsteilnehmer für die Gefahren des Wildwechsels sensibilisiert bleiben, lassen sich Wildunfälle wirksam reduzieren – und Tierleid vermeiden.
Liebe Jägerinnen und Jäger, ich wünsche Ihnen alles Gute und Waidmansheil.
Ihr Jürgen Ellenberger
Prof. Dr. Jürgen Ellenberger
Präsident des Landesjagdverbandes
