PM Ihr jagt und trefft die Falschen: DJV und BZL fordern praxistaugliches Waffenrecht

DJV und BZL setzen sich für ein unkomplizierteres Waffenrecht ein. Eine neue Internetseite bündelt Forderungen, Daten und überraschende Fakten. Während übermäßige Regeln Behörden lähmen und legale Waffenbesitzer mit Vorgaben überziehen, liegt die wahre Bedrohung der inneren Sicherheit ganz woanders.

(Berlin, 3. November 2026) Ihr jagt und trefft die Falschen: Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Bundesverband zivile Legalwaffen (BZL) starten heute in Berlin eine gemeinsame Kampagne und fordern eine Neuausrichtung des deutschen Waffenrechts. Hintergrund ist die derzeit laufende Evaluierung. Statt zusätzliche Beschränkungen für legale Besitzer wie Jäger, Sportschützen und Sammler muss der Schwerpunkt auf der Bekämpfung des illegalen Waffenbesitzes und -handels liegen. Eine neue Internetseite bündelt jetzt Forderungen, Fakten und Hintergrundinformationen: www.waffenrecht.info. 

Fünf Kernforderungen im Überblick

Mehr Innere Sicherheit durch zielgerichtete Maßnahmen – dafür haben DJV und BZL Kernforderungen formuliert:

  • Polizeiliche Kriminalstatistik: Wiederkehrende Differenzierung zwischen Straftaten mit legalen und illegalen Schusswaffen. 
  • Strafverfolgung: Verstärkte, zielgerichtete Ermittlungen gegen organisierten illegalen Waffenhandel, -import und -besitz.
  • Gesetzesvollzug: Konsequente Anwendung bestehender Regelungen statt zusätzlicher pauschaler Verbote für legale Besitzer.
  • Täterfokus statt Objektverbote: Maßnahmen sollen sich an Täterprofilen orientieren, nicht an pauschalen Verboten bestimmter Gegenstände.
  • Entbürokratisierung: Vereinfachte Verwaltungsprozesse und weniger Auflagen für legale Besitzer, um Behördenressourcen zu schonen.

Es braucht belastbare, differenzierte Daten, um Waffenkriminalität effektiv zu begegnen. Nach inoffiziellen Schätzungen gibt es in Deutschland etwa 35 Millionen illegale Waffen – 7-mal mehr als legale. Das Bundeslagebild Waffenkriminalität 2025 ordnet Verstöße gegen das Waffenrecht überwiegend dem illegalen Erwerb, Besitz und Handel zu.

DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke und BZL-Vorsitzender Matthias Klotz bei der Auftaktveranstaltung der Kampagne.
Bencke/DJV

Innere Sicherheit ist zu wichtig, um sich weiter mit Scheindebatten zu beschäftigen. Nur ein effizientes, praxistaugliches und entbürokratisiertes Waffengesetz sorgt dafür, dass Behörden und Sicherheitskräfte die wahren Gefahren unseres friedlichen Zusammenlebens bekämpfen können“,

so DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke.

Sämtliche Statistiken zeigen, dass legale Waffenbesitzer einen verschwindend geringen Anteil an der Kriminalität in Deutschland haben. Also weg von der Überregulierung rechtstreuer Bürgerinnen und Bürger und klarer Fokus auf illegale Waffen. Es muss jetzt endlich da gelöscht werden, wo es brennt – und nicht da, wo Wasser ist“,

sagt Matthias Klotz, Vorsitzender des Bundesverbands zivile Legalwaffen.

Die Kampagnenmotive in druckfähiger Auflösung gibt es im Download-Bereich von waffenrecht.info. Das Factsheet der Verbände zur Evaluierung des Waffenrechts gibt es hier.

Factsheet Evaluierung Waffenrecht
208,10 KB / 3. November 2026