März 2026

Liebe Jägerinnen und Jäger,

der Landesjagdverband Hessen und ich persönlich haben in den vergangenen Monaten intensive Gespräche mit dem Jagdministerium in Wiesbaden geführt, damit die Versprechen im Koalitionsvertrag von CDU und SPD bezüglich der Jagdverordnung und der Förderrichtlinie eingelöst werden. Diese intensiven Gespräche und auch mein persönlicher Einsatz haben Erfolg gehabt.

Jagdminister Ingmar Jung hat nunmehr eine neue Jagdverordnung auf den Weg gebracht. In der Jagdverordnung werden die Jagdzeiten für viele Wildarten neu geregelt und erweitert. Vor allem werden die Schonzeiten auf invasive Arten wie den Waschbären (unter Einhaltung des Elterntierschutzes) abgeschafft. Das Wildtiermonitoring wird dem Landesjagdverband Hessen übertragen. Hinsichtlich des Wolfsmonitorings ist geregelt, dass das Wolfzentrum Hessen mit dem Landesjagdverband Hessen zusammenarbeitet. Näheres finden Sie im Inneren dieses Heftes. Es finden Informationsabende für die Hegegemeinschaften zu den neuen Regelungen statt am 17. März 2026, um 19.00 Uhr im Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf, Außerhalb 27, 64589 Stockstadt am Rhein; 18. März 2026, um 19.00 Uhr in den Hüttenberger Bürgerstuben, Hauptstraße 109, 35625 Hüttenberg und 19. März 2026, um 19.00 Uhr im Bürgersaal Weimar, Raiffeisenplatz 23, 34292 Ahnatal. Damit wir die Veranstaltungen organisatorisch vorbereiten können, bitten wir Sie um Ihre Anmeldung über das vorbereitete Anmeldeformular auf der folgenden Webseite (https://ljv-hessen.de/infoabend-hgm-2026/).

Jagdminister Ingmar Jung hat auch eine neue Förderrichtlinie zur Verwendung der Jagdabgabe auf den Weg gebracht. Die Förderrichtlinie wird – wie vom Landesjagdverband Hessen gefordert – vereinfacht und enthält nunmehr auch pauschale Regelungen für einzelne Fördergebiete. LJV-Schatzmeister Wehrum wird die Schatzmeister der Jagdvereine am 7. März 2026 in Alsfeld über die Neuerungen unterrichten.

Auch soll in Bezug auf das Fangen des Waschbären im befriedeten Bezirk und seine Verbringung ins angrenzende Jagdrevier ein klarstellender Erlass im Sinne des Informationsblattes des Landesjagdverbandes Hessen an die Unteren Jagdbehörden in Hessen ergehen.

Liebe Jägerinnen und Jäger, das sind großartige Erfolge, die wir gemeinsam nach einem langen und entbehrungsreichen Kampf errungen haben. Die Geschlossenheit der hessischen Jägerschaft und die Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis ländlicher Raum haben das befördert. Bei aller Freude können wir uns aber nicht auf den Erfolgen ausruhen, sondern müssen weiter für die gemeinsame Sache Hand in Hand vorangehen. Im Jahr 2027 steht die Novelle des Hessischen Jagdgesetzes an, da sind wir wieder gefordert, konstruktiv mitzuarbeiten. Auch die Anpassung des Hessischen Jagdgesetzes an die neuen, noch im März 2026 avisierten Regelungen des Bundesjagdgesetzes zur Bejagung des Wolfes müssen und werden wir aufmerksam begleiten.

Dass die Jagd einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert hat, zeigt sich auch daran, dass es in Deutschland jetzt 467.682 Jägerinnen und Jäger gibt – ein neuer Rekord. Damit haben im zurückliegenden Jahr 42 Prozent mehr Menschen den Jagdschein gelöst als drei Jahrzehnte zuvor. Laut einer Umfrage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) bringen Jägerinnen und Jäger insgesamt eine halbe Milliarde Euro jährlich für Biotoppflege, Artenschutz sowie Schutz von Wald und Feld aus eigener Tasche auf.

Leider ist rund 6 km von der hessischen Grenze entfernt ein Wildschwein gefunden worden, das die Afrikanische Schweinepest hatte. Wir hoffen, dass die Seuche nicht nach Nordhessen überschwappt. Die festen Sperrzäune zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen sind gewachsen, aber noch nicht vollständig fertig. Der Landesjagdverband Hessen wird über seine Kanäle informieren, sobald Maßnahmen der Behörden ergriffen werden sollten.

Liebe Jägerinnen und Jäger, merken Sie sich den Termin der Jagdmesse in Alsfeld vom 6. bis 8. März 2026 vor. Der Landesjagdverband Hessen wird auf der Messe wieder mit einem Stand vertreten sein.

Liebe Jägerinnen und Jäger, ich wünsche Ihnen alles Gute und Waidmansheil.

Ihr Jürgen Ellenberger

Prof. Dr. Jürgen Ellenberger Präsident des Landesjagdverbandes