Wie das Polizeipräsidium Südhessen sowie ein Jagdpächter mitteilt, wurden in der Nacht von Freitag, 26. März auf Samstag, 27. März 2021 im Stadtwald Dieburg in der Gemarkung Messel insgesamt elf Ansitzreichrichtungen mutwillig zerstört. Beamte des Zentralkommissariats 10 (ZK10/politisch motivierte Kriminalität) suchen nach Zeugen, die in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Zum Frühlingsbeginn und vor den Osterfeiertagen appellieren der Hessische Waldbesitzerverband und der Landesjagdverband Hessen an die Bevölkerung, bei Ihren Waldspaziergängen und Wanderungen auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben.
PM des HMUKLV vom 31.03.2021: Aktuell überwiegend mittlere Waldbrandgefahr
Das Hessische Umweltministerium warnt aufgrund der weiterhin trockenen Witterung und der angestiegenen Temperaturen vor einer erhöhten Brandgefahr in den hessischen Wäldern. Nach aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes besteht in Hessen überwiegend mittlere Waldbrandgefahr und insbesondere in Südhessen lokal hohe Waldbrandgefahr. Erst im Laufe der nächsten Woche wird mit voraussichtlich zunehmenden Niederschlägen die Gefahrlage deutlich zurückgehen.
Am kommenden Wochenende werden in Deutschland die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt. Die Gefahr von Wildunfällen nimmt besonders im April und auch noch im Mai rapide zu. Wissenschaftler haben kürzlich über 30.000 Datensätze aus dem Tierfund-Kataster ausgewertet und festgestellt, dass insbesondere Rehe an jeder zweiten Kollision beteiligt sind. Die Gefahr für einen Zusammenstoß mit einem Wildtier ist in den frühen Morgenstunden zwischen 6.00 Uhr und 8.00 Uhr am höchsten.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert Drohnen mit Wärmebildkameras zur Kitzrettung. Richtlinien sind veröffentlicht und Anträge auf Förderung können ab sofort gestellt werden. Die Norddeutsche Wildtierrettung bietet Beratung an.
In vielen hessischen Revieren sind derzeit die Jäger auf der Pirsch – allerdings nicht mit der Flinte, sondern mit großen Suchscheinwerfern, Fernglas, Papier und Bleistift. In den Abendstunden, rund zwei Stunden nach Beginn der Dunkelheit, werden auf Hessens Feldflächen Hasen gezählt. Bei dem derzeit noch niedrigen Bewuchs können die Hasen auf bis zu 170 Metern sicher erkannt und gezählt werden. Ihre Augen leuchten hellrot, wenn sie angestrahlt werden.
Dr. Thomas Paul absolviert den Universitätslehrgang zum Akademischen Jagdwirt an der Universität für Bodenkultur in Wien (unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Hackländer). Im Rahmen seiner Abschlussarbeit beschäftigt er sich mit dem Thema Weidgerechtigkeit aus (deutscher) juristischer Sicht.
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