„Wasser ins Revier“: Wenn ein ‚kleines Thema‘ zu großer Aufmerksamkeit führt

Manchmal sind es die scheinbar kleinen Geschichten aus dem jagdlichen Alltag, die besonders viele Menschen erreichen.

Unter dem Motto „Wasser ins Revier“ hat der Landesjagdverband Hessen in diesem Sommer das Engagement von Jägern aufgegriffen, die während ausgeprägter Hitze- und Trockenperioden zusätzliche Wasserstellen für Wildtiere schaffen und regelmäßig versorgen. Dafür haben wir gezielt Aktive vor Ort angesprochen und ihre Arbeit für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht.

Was zunächst wie ein eher kleines Thema aus dem Revier erschien, entwickelte innerhalb weniger Wochen eine bemerkenswerte Medienresonanz.

Hessenschau: Wildtiere leiden unter Hitze

Bereits Ende Juli 2026 berichtete die Hessenschau im hr-fernsehen unter dem Titel „Wildtiere leiden unter Hitze“ über die Folgen der anhaltenden Trockenheit für heimische Wildtiere. Der Beitrag machte deutlich, dass ausgetrocknete Böden und fehlende Wasserstellen insbesondere während längerer Hitzeperioden zum Problem werden können.

Evangelischer Pressedienst: Mit Dieter Göbel im Revier

Anfang September begleiteten Selina Groß und Nicola Kronenwerth vom Evangelischen Pressedienst und der Evangelischen Zeitung den Jäger Dieter Göbel in seinem Revier bei Reinheim in Südhessen.

Göbel fährt seit vielen Jahren Wasser zu seinen Wildtränken und transportiert dafür regelmäßig mehrere hundert Liter ins Revier. Die daraus entstandene Reportage erschien am 10. September 2026 in der Evangelischen Zeitung unter der Überschrift „Jäger bringen bei Hitze viel mehr Wasser zum Wild“.

Der Beitrag zeigt sehr anschaulich, dass Jagd weit mehr umfasst als die eigentliche Jagdausübung und welche praktische Arbeit hinter der Hege von Wildtieren und ihren Lebensräumen stehen kann.

WELT greift die Geschichte auf

Nur zwei Tage später erreichte das Thema eine noch größere überregionale Öffentlichkeit: WELT veröffentlichte die Geschichte zum Thema „Jagen bei Trockenheit“ im Ressort Wissenschaft.

Damit wurde aus einer Geschichte über einen Jäger, einen Wasseranhänger und einige Wildtränken ein Thema, das bundesweit Leser erreichte.

Auch im Video: „Wasser ins Revier“

Zusätzlich zur Reportage entstand ein Videobeitrag des Evangelischen Pressedienstes. Die Aufnahmen begleiten Dieter Göbel unmittelbar bei seiner Arbeit und zeigen, welcher Aufwand hinter der regelmäßigen Versorgung der Wasserstellen steckt.

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Warum wir diese Geschichten erzählen sollten

Die gr0ße Resonanz auf „Wasser ins Revier“ zeigt, wie wichtig es ist, auch über die vielen vermeintlich selbstverständlichen Leistungen der Jägerschaft zu berichten.

Hege, Lebensraumverbesserung, Kitzrettung, Artenschutz, Biotoppflege oder eben die Versorgung von Wildtieren mit Wasser finden häufig abseits der öffentlichen Wahrnehmung statt. Gerade deshalb sollten wir solche Geschichten erzählen.

Denn manchmal braucht es gar kein spektakuläres Thema. Es braucht Menschen, die sich engagieren, eine Geschichte, die dieses Engagement sichtbar macht und die Bereitschaft, darüber zu sprechen.

Oder ganz einfach: Tue Gutes und rede darüber.

LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger lobte das große Engagement von Dieter Göbel und den vielen Jägerinnen und Jägern in Hessen, die auch spontan Wege gefunden haben, Wildtiere während der Hitze- und Trockenperioden mit Wasser zu unterstützen.

LJV-Interview mit Dieter Göbel mit wichtigen Tipps zur Wasserversorgung für Wildtiere

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Video: Markus Stifter

Autor und Kameramann: Markus Stifter, LJV-Pressesprecher