Hoherodskopf-Prüfung

Siegerfoto Hoherodskopf-Prüfung 2019
Siegerfoto 2019: Bester Hund auf der 20-Stunden-Fährte wurde die Langhaarteckelhündin von Manfret Wallot (Mitte rechts). Bester Hund bei der VFsP wurde die Kleine Münsterländerhündin von Michael Kraft (Mitte links). Foto: Anja Gombel

Ankündigung Verbandsschweiß- und Verbandsfährtenschuhprüfung am 26.09.2020 auf dem Hoherodskopf/Vogelsberg

 

Download: Ausschreibungsunterlagen 2020

Download: Nennformular (Formblatt 1/Stand: 2019-1)

 

Bericht 2019:

Traditionsprüfung des LJV Hessen auf dem Hoherodskopf
62. Verbandsschweißprüfung und 16. Verbandsfährtenschuhprüfung am 28. September 2019 auf dem Hoherodskopf

Die Verbandsschweißprüfungen des Landesjagdverbandes Hessen (LJV) in den Revieren rund um den Hoherodskopf gehören zu den drei klassischen Schweißprüfungen in Deutschland und sind Ausdruck der ethischen Verantwortung der Jägerschaft, so LJV-Vizepräsident Dr. Leinweber.

Erfreulich war, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Meldungen zur Verbandsschweißprüfung und Verbandsfährtenschuhprüfung festgestellt werden konnte. So waren drei Gespanne auf der 20-Std.-Fährte angemeldet und drei Gespanne auf der 40-Std.-Fährte. Nach wie vor hat damit auch die Verbandsschweißprüfung ihre Berechtigung und Anhänger. Im Bereich der Verbandsfährtenschuhprüfung hatten sich insgesamt acht Gespanne gemeldet, wobei jedoch zwei Gespanne kurzfristig zurückziehen mussten. So traten dann vier Gespanne auf der 20-Std.-Fährte und zwei Gespanne auf der 40-Std.-Fährte an.

Prüfungsleiter bei der Verbandsschweißprüfung war Helmut Odenwald.

Bester Hund auf der 20-Std.-Fährte wurde die Langhaarteckelhündin „Jacky von der Baerecizo“, geführt von Manfred Wallot. Dafür erhielt der Führer den von Dieter Pampler gestifteten Wanderpreis in Form einer Keiler-Plastik. Gleichzeitig wurde mit vorliegender Arbeit „Jacky von Baerecizo“ auch Suchensieger im Bereich der Verbandsschweißprüfung. Dafür erhielt der Führer als Zeichen des Erfolges den von Jana Hohe gestiftete Wanderpreis in Form einer Saufeder.

Die VFsP „Georg-Henning-Gedächtnisprüfung“ stand auch in 2019 wieder unter der bewährten Leitung von Klaus Hildebrand. Bester Hund im Bereich dieser Prüfung wurde die Kleine Münsterländer-Hündin „Anni vom Keltenberg“ mit ihrem Führer Michael Kraft.

Als äußeres Zeichen für diese Leistung erhielt das Gespann den von Wilhelm Stute gestifteten Hirschfänger als Wanderpreis.

Übereinstimmend führten die Prüfungsleiter Helmut Odenwald und Klaus Hildebrand aus, dass die guten Ergebnisse der zum Stück gekommenen Jagdgebrauchshunde, trotz vieler Verleitfährten von Rot-, Schwarz- und Rehwild, insbesondere auch auf die gute Vorbereitung der Jagdgebrauchshunde zurückzuführen sei.

Bei der Verbandsschweißprüfung kamen insgesamt zwei der sechs gemeldeten Gespanne zum Stück. Bei der Verbandsfährtenschuhprüfung erreichten vier der sechs angetretenen Gespanne das Stück.

Nach der Richterbesprechung fand im Kurpark von Hochwaldhausen die Preisverteilung dieser traditionsreichen Prüfung statt. Bei der Preisverteilung vor brennenden Holzstößen überbrachte LJV-Vizepräsident Dr. Rudolf Leinweber die Grüße und Glückwünsche von LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger an alle Hundeführer. Im Rahmen der Preisverteilung dankte Dr. Leinweber den zahlreichen Helfern, welche maßgeblich zum guten Verlauf der Verbandsprüfungen beigetragen haben. Darüber hinaus dankte er auch dem zuständigen Forstamt Schotten, vertreten durch Forstdirektor Norgall, und seinen Beamten für die Bereitstellung der Prüfungsreviere und die Mithilfe bei der Organisation und Durchführung der Prüfung. Weiterhin galt sein Dank den Richtern und Hundeführern, insbesondere den beiden Prüfungsleitern Helmut Odenwald und Klaus Hildebrand und allen Helfern der beiden Verbandsprüfungen sowie dem Bläsercorps der Jägervereinigung Lauterbach unter Führung von Thorsten Hugo.

Nach den Wanderpreisen erhielten die Hundeführer auch wertvolle Sachpreise. In diesem Zusammenhang dankte der LJV Hessen den die Prüfung unterstützenden Firmen Leica aus Wetzlar, Jana-Jagd Natur aus Melsungen, HessenForst, Waffen-Weber, DJV-Service GmbH aus Bonn, Hubertus-Loden aus München, Gothaer Versicherung und HDI Versicherung.

Bereits am Vorabend der Prüfung trafen sich Verbandsrichter, Hundeführer und jagdkynologisch Interessierte zur traditionellen Tagung im Suchenlokal.

LJV-Vizepräsident Dr. Rudolf Leinweber, im LJV-Vorstand für das Jagdgebrauchshundewesen federführend zuständig, eröffnete die Tagung und begrüßte insbesondere die Ehrengäste befreundeter Verbände und aus der Politik. Er überbrachte dabei die besten Grüße von LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger. Der Vertreter der Stadt Schotten, Willi Zinnel, dankte dem LJV für diese immer wieder interessante Veranstaltung, an der er auch jedes Jahr immer wieder sehr gerne teilnehme. Weiterhin begrüßte Dr. Leinweber auch den Referenten des Fachvortrages, Gerhard Niessner, der mit dem Thema „Beurteilung von Anschüssen und Sicherheit bei der Schweißarbeit“ den Schwerpunkt an diesem Abend bildete. Der an der LandesJagdschule des LJV Hessen tätige Niessner konnte dabei in seinem Vortrag auf eine über 30-jährige Praxis zurückgreifen.

Weiterer Bestandteil der Aktivitäten am Hoherodskopf sind auch die am Tag der Prüfung selbst abgehaltenen Schulungen, welche gleichsam Interessantes für den praktizierenden Jäger als auch die Jungjägeraspiranten bieten. Auch dort konnte Gerhard Niessner als Referent die praktische Arbeit des Nachsuchenführers in all‘ seinen Facetten umfangreich erläutern. Der Vortrag war insbesondere auch auf die Jungjägeraspiranten abgestellt, wobei er sämtliche Fragen ausführlich beantworten konnte und die Jungjägeraspiranten für ihre Prüfung mit Sicherheit aus diesem Erfahrungsschatz profitieren können. Dies wurde anschließend in der Praxiseinheit nochmals vertieft, bei der Niessner verschiedenste Anschüsse zur Begutachtung vorbereitet hat.

Bericht: A. Hahner/A. Michel