Was tun bei Verdacht auf Wolfsriss?

Wolfsrudel Quelle: Rolfes/DJV

Der LJV weist noch einmal auf die richtige Vorgehensweise hin, um einen möglichen Wolfsriss oder eine -fährte korrekt zu dokumentieren:

Speichern Sie sich zunächst die Telefonnummern der beiden LJV-Wolfsberater in Ihrem Handy oder führen diese Rufnummern z. B. in Ihrem Jagdschein-Etui mit, damit Sie diese bei Fährten- oder Rissfunden direkt zur Verfügung haben.

Dr. Wolfgang Fröhlich
(Foto: Markus Stifter)
Dieter Sellemann
(Foto: Markus Stifter)
Dr. Wolfgang Fröhlich
Telefon: 05681-2815 oder
mobil: 0171-9517343
E-Mail: froehlich@wildpark-knuell.de
Dieter Sellemann
Mobil: 0172-4015727
E-Mail: sellemann-dieter@t-online.de
  1. Melden Sie einen möglichen Wolfsriss, eine Fährte, eine Sichtung oder auch eine Wildkameraaufnahme zuerst an einen der beiden Wolfsbeauftragten und ggf. an einen ehrenamtlichen Wolfsberater der Region (falls dieser bekannt ist). Auch wenn es sich um einen Riss von Weidetieren handelt, schalten Sie bitte unverzüglich die beiden LJV-Wolfsberater mit ein. Nur durch eine zeitnahe Probenentnahme können diese später auch verwertet werden. Von den Wolfsberatern erhalten Sie bereits am Telefon weitere Informationen, was vor Ort noch zu tun ist. Hinterlassen Sie auf jeden Fall Ihre Rufnummer, damit Sie bei Rückfragen schnell erreichbar sind.

Vereinbaren Sie einen Treffpunkt möglichst innerhalb einer Ortschaft, damit die Wolfsberater schnell zu Ihnen finden.

  1. Fotografieren Sie den Riss und die Rissstelle mit Ihrem Handy aus mehreren Perspektiven, so dass nach Möglichkeit eine örtliche Zuordnung möglich ist (z. B. Häuser, Scheune oder bestimmte Bäume im Hintergrund). Achten Sie bei der Aufnahme von Fährten oder Losung darauf, immer einen Maßstab mit im Bild zu haben. Dies kann z. B. eine Euro-Münze, eine Scheckkarte, eine Patrone, usw. sein. Legen Sie diesen Gegenstand neben die Fährte und nehmen dann das Foto auf.
  2. Notieren Sie den Fundort genau und führen später die Wolfsberater bzw. das Team zur Probenentnahme an den Fundort.
  3. Decken Sie bei Regen oder starker Sonneneinstrahlung das gerissene Stück mit einer Plastikfolie ab. Nur so können die DNA-Proben später verwertet werden.
  4. Informieren Sie auch Ihren LJV über den Riss, Sichtung oder das Auffinden einer Fährte, telefonisch unter 06032/9361-0 oder info@ljv-hessen.de
  5. Senden Sie Ihre Fotos an einen der Wolfsberater und den LJV.
  6. Bitte vermeiden Sie, dass eine größere Anzahl an Menschen den Fundort „zertrampelt“ und somit die spätere Dokumentation erschwert wird.
  7. Warten Sie das Ergebnis der genetischen Untersuchung ab und äußern sich bei Presseanfragen nur nach Abstimmung mit Ihrem LJV. Wir unterstützen Sie gerne dabei.